Aus analog wird digital
14. Mai, 2010
Ab 2005 hatten sich die Flachbildfernseher, seien es nun Plasmas oder LCDs, immer besser verkauft. 2006 wurde schon an der 2 Millionen-Marke gekratzt und 2008 konnten schon gute 6 Millionen Geräte abgesetzt werden, die Zahlen für 2009 werden sich wohl bei ca. 7 Millionen verkauften Fernsehern einpendeln.
Gleichwohl erlebten die meisten Käufer der modernen Flachbildfernseher zunächst einen kleinen Schock: Das Fernsehbild war bei den meisten in der Regel schlechter als bei ihrem vorherigen Röhrenfernseher. Doch woran lag das? Die alten Röhrenfernseher hatten eine geringere Auflösung als die Flachbildfernseher. Das Fernsehbild hat in der Regel auch nur die Auflösung der Röhrenfernseher.
Dieses schlecht aufgelöste Fernsehbild traf nun auf die HD-fähigen Fernseher, die zumeist noch über eine größere Bilddiagonale verfügten, als die ausrangierten Geräte. Doch des Problems waren sich die Fernsehsender teilweise bewusst und deswegen gibt es die Sender nun schon seit längerem im digitalen Format.
In Deutschland lief dies jedoch schwierig an und erst seit 2006 sind flächendeckend die meisten „klassischen” Kabelsender frei verfügbar. Die Qualität ist dann allerdings nicht automatisch besser, nur weil das Signal jetzt digital ist. Vielmehr kann der Sender selber entscheiden, wie stark komprimiert er sein Signal aussenden möchte und wenn man Pech hat, sieht man keinen Unterschied zwischen dem analogen und dem digitalen Fernsehbild.
Bald wird man jedoch gar keine Auswahlmöglichkeit mehr haben, bis 2010 sollten ursprünglich alle Fernsehsender und Rundfunkprogramme nur noch digital in Erscheinung treten, jedoch ist man von diesem Plan inzwischen abgerückt und spricht nun vorsichtig von 2015. Und die kommenden HD-Sender wollen sich die Sender wohl auch teuer bezahlen lassen.
Ähnliche Artikel:
